Das ist Antibiotika-Alternativen!

„Antibiotika-Alternativen“ – Das steckt dahinter

Um die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu erhalten, ist es nötig, die Entwicklung von Resistenzen zu vermeiden, wenigstens aber zu verzögern. Durch einen zu häufigen Einsatz, beispielsweise in der Massentierhaltung oder in der Medizin, werden Bakterien immer häufiger gegen die Wirkung von Antibiotika widerstandsfähig – also resistent. Bakterien verändern sich ständig und passen sich ihrer Umwelt an. Auch die Auswahl ungeeigneter Antibiotika oder eine fehlerhafte Einnahme führen weltweit zu mehr Resistenzen.

ARena informiert

Um dem entgegenzuwirken, wurde das Projekt „ARena – Antibiotika-Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden“ konzipiert. Ziel von ARena ist, die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu erhalten und Resistenzen zu unterbinden. Dazu wurde unter anderem dieser Blog aufgesetzt, der Patientinnen und Patienten aufklären soll.

Antibiotika nur dort einsetzen, wo sie wirklich notwendig sind

Im Mittelpunkt stehen insbesondere Erkrankungen, mit denen vielen Patienten zum Arzt gehen, die aber nur in seltenen Fällen ein Antibiotikum erfordern. Dazu gehören zum Beispiel Infektionen der oberen Atemwege und Entzündungen des Mittelohrs oder der Nasennebenhöhlen.

Ärzte klären über den richtigen Antibiotika-Einsatz auf

Die Ärztinnen und Ärzte aus dem ARena-Projekt haben sich mit ihren Praxen in sogenannten Arztnetzen zusammengeschlossen. In diesen Netzen treffen sie sich in Qualitätszirkeln mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Dort informieren sie sich und diskutieren, in welchen Fällen Antibiotika sinnvoll sind und wo verzichtet werden kann. Einige Praxen erhalten zudem zusätzlich Software-Unterstützung. In anderen Praxen wird das ganze Praxisteam geschult. Dadurch können sie die Patienten optimal beraten. Und Antibiotika sollen nur noch dann verschrieben werden, wenn sie unbedingt notwendig sind.

DART 2020 – die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie

Das Projekt ARena steht im Kontext der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) der Bundesregierung und wird mit Mitteln in Höhe von 5,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfond des Bundes gefördert. Dieser Fonds unterstützt Projekte, die zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragen.

Das Projekt ARena wird durch einen Zusammenschluss mehrerer Institutionen umgesetzt. Geleitet wird das Projekt vom aQua-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH. Als Konsortialpartner sind die AOK Bayern, die AOK Rheinland/Hamburg, die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) sowie die Agentur deutscher Arztnetze e.V. mit an Bord. Der AOK-Bundesverband unterstützt das Vorhaben als Kooperationspartner.

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