Antibiotika und Alkohol?

Alkohol und Antibiotika – Vorsicht besser als Nachsicht?

Alkohol und Medikamente sind meist keine gute Verbindung. Da aber viele Medikamente Alkohol enthalten, stellt sich zu Recht die Frage, ob man während der Einnahme komplett auf Alkohol verzichten muss oder sich nicht doch einmal ein Gläschen gönnen kann.

Vorsicht geboten!

Wie in so vielen Fällen ist auch bei Antibiotika und Alkohol Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Denn wer bei der Einnahme von Antibiotika nach diesem Motto verfährt und nichts Alkoholisches trinkt, ist auf der sicheren Seite. Zwingend nötig ist ein Verzicht jedoch nicht in jedem Fall.

Alkohol und Antibiotika?Bei den meisten in Deutschland im Handel befindlichen Antibiotika kann man ein Glas Bier oder Wein dazu trinken. Die Frage ist natürlich, ob man sich überhaupt danach fühlt, denn schließlich nimmt man ein Antibiotikum nicht, wenn man gesund ist, sondern um den Körper im Kampf gegen einen bakteriellen Infekt zu unterstützen. Übertreiben solltest Du es deshalb generell nicht mit dem Alkohol, denn der Körper ist mit dem Gesundwerden sowieso schon schwer beschäftigt. Vernünftiger ist es deshalb allemal, den Alkohol wegzulassen, bis man wieder gesund ist.

Aufpassen beim Wirkstoff!

Bei einzelnen Wirkstoffen heißt es jedoch tatsächlich “Finger weg vom Alkohol”, zum Beispiel bei Metronidazol. Bei Antibiotika mit diesem Inhaltsstoff können zusammen mit Alkohol Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall auftreten. Der Grund: Bestimmte Antibiotika hemmen ein Enzym, das wichtig für den Abbau des Alkohols ist. Dann reichern sich giftige Abbauprodukte im Körper an. Wenn Dir Dein Arzt/Deine Ärztin Mittel mit diesen Inhaltsstoffen verschrieben hat, warte am besten bis zwei Tage nach Einnahme der letzten Tablette, bis Du wieder Alkohol trinkst. Darüber hinaus kann es bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol und anderer Antibiotika zu Leberschäden kommen.

Solltest Du also, wenn Du ein Antibiotikum nehmen musst, Alkohol trinken wollen, bespreche dies vorab am besten mit Deinem Arzt/Deiner Ärztin oder Apotheker/Apothekerin. Informationen zu Neben- und Wechselwirkungen findest Du darüber hinaus im Beipackzettel des Medikaments.

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Quelle: aponet.de

 

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