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Sicher Grillen - Gesund genießen?

Sicher grillen – gesund genießen?

Sommer, Sonne, Grillen und Essen im Freien. Doch krankmachende Keime können die Lust am Draußen essen schnell verderben. Mit einer guten Vorbereitung und der Einhaltung einiger einfachen Regeln steht dem gesunden Grill-Genuss nichts im Wege.

Resistente Keime im Grillfleisch

GrillfleischSchweinenackensteaks in Pfeffermarinade, marinierte Putenhacksteaks: Untersuchungen haben gezeigt, dass abgepacktes, mariniertes Grillfleisch oftmals multiresistente Erreger enthält. Die Keime können, je nachdem ob sie sich auf der Haut ansiedeln oder in den Körper aufgenommen werden zu Wundinfektionen und Atemwegsentzündungen führen. Die meisten der herkömmlichen Antibiotika sind gegen die multiresistenten Bakterien wirkungslos.

Nicht jeder, der sich mit ihnen infiziert, muss das gleich merken. Kommt man beim Hantieren mit dem Fleisch mit den Keimen in Berührung, können diese die Haut besiedeln. Ohne dass man krank wird. Erst wenn sie etwa über Wunden in den Körper gelangen, können sie zu Beschwerden führen. Besondere Vorsicht sollte man deshalb walten lassen, wenn man frisch tätowiert ist oder sich bei der Zubereitung des Essens verletzt. Durch die Schädigung der Haut geht eine wichtige Schutzbarriere des Körpers verloren und Krankheitserreger können in den Körper eindringen.

Ausbreitung resistenter Keime verhindern

Grundsätzlich erhöht sich durch die Verbreitung multiresistenter Erreger aber auch das generelle Risiko, durch resistente Keime zu erkranken oder diese weiterzugeben. Denn es besteht die Gefahr, als Träger multiresistenter Erreger zu einem späteren Zeitpunkt bei einer Operation oder einer Schwächung des Immunsystems eine Infektion durch die Erreger zu bekommen, die dann schwer zu behandeln ist. Zudem besteht die Gefahr, Keime an Menschen mit einem geschwächten Immunsystem weiterzugeben. Vor allem Ältere, Erkrankte oder Neugeborene – die dann lebensgefährliche Erkrankungen bekommen können.

Damit resistente Keime nicht von dem Fleisch in den Körper gelangen, ist es deshalb wichtig, das Fleisch vor dem Verzehr ausreichend zu erhitzen. Die Hitze beim Grillen tötet die Krankheitserreger in der Regel ab. Im Inneren sollte die Speise zwei Minuten lang eine Temperatur von mindestens 70 Grad erreichen. Bei Geflügel sollte man laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) außerdem darauf achten, dass das fertige Fleisch auch am Knochen eine weiße bis graue Farbe hat.

Mit mehreren Zangen grillen

Um die Gefahren der Übertragung von Keimen durch das Hantieren mit dem rohen Fleisch zu minimieren, solltest Du während der Zubereitung und vor allem danach gründlich die Hände waschen. Mit warmem Wasser und Seife. Außerdem sollte man nie dieselben Küchenutensilien für rohe und gegarte Lebensmittel benutzen. Dazu zählt auch, für das Grillen zwei Zangen bereitzulegen – eine für das rohe Fleisch, die andere für das fertige. Sonst besteht die Gefahr, dass die Erreger durch eine sogenannte Kreuzkontamination von einer Speise auf die andere übertragen werden.

Speisen gekühlt lagern

Essen auf GrilltischDamit sich Keime nicht allzu schnell vermehren, sollten Grillgut aber auch Salate so lange wie möglich gekühlt bleiben – vor allem bei hochsommerlich warmen Temperaturen. Außerdem sollte fürs Grillen am besten auf echte Mayonnaise und andere Lebensmittel mit rohen Eiern verzichtet werden. Diese können Salmonellen enthalten, die sich in der warmen Umgebung vermehren. Saucen und Dips lassen sich in kleine Schälchen abfüllen, die man bei Bedarf immer wieder frisch auffüllen kann.

Weitere Tipps, wie Du gefährlichen Keimen in der Küche und bei der Zubereitung von Speisen vorbeugen kannst, findest Du in unserem Beitrag Gefährlichen Keimen in der Küche vorbeugen.

Quellen: spiegel.de, bfr.bund.de

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