Was ist die europäische Impfwoche?

Was ist die europäische Impfwoche?

Unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ hat gestern die europäische Impfwoche (EIW) begonnen. Sie soll verdeutlichen, dass das Impfen nicht nur entscheidend für die Verhütung ansteckender Krankheiten ist, sondern auch Menschenleben schützt. Noch bis zum 30. April wird diese Botschaft in alle Teile der europäischen Region getragen. Die EIW soll dazu beitragen, Jugendliche, Erwachsene, insbesondere auch Eltern, alle in Gesundheitsberufen Tätige und politische Entscheidungsträger über die Medien zu sensibilisieren , um somit höhere Durchimpfungsraten zu erzielen.Logo der Europäischen Impfwoche Die EIW wird von einer Reihe von Partnern aus den Ländern und der Region unterstützt, zu denen das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gehören.

Warum ist Impfen wichtig?

In Deutschland entscheiden sich heutzutage fast alle Eltern dafür, ihre Kinder impfen zu lassen. Demnach haben laut den Ergebnissen einer Schuleingangsuntersuchung knapp 95% der Erstklässler wesentliche Grundimpfungen erhalten. Bei erforderlichen Folgeimpfungen ist die Durchimpfungsrate allerdings deutlich geringer.

Mehr zur Debatte Impfflicht gibt es hier.

Allerdings fällt vielen Eltern die Entscheidung zum Impfen nicht leicht, da sie sich vor allem über mögliche Nebenwirkungen von Impfungen Gedanken machen. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es aber kaum Bedenken: Einerseits gehören Impfungen zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Andererseits sind heutige Impfstoffe in der Regel gut verträglich und unerwünschte Arzneimittelwirkungen treten nur in den seltensten Fällen auf. Impfungen besitzen außerdem ein enormes Potential, da beim Erreichen hoher Impfquoten sogar einzelne Krankheitserreger weltweit ausgerottet werden können.

Und die Nebenwirkungen?

Was ist die europäische Impfwoche?Gibt es dann doch einmal einen Bericht über aufgetretene Nebenwirkungen wird dies besonders kritisch gesehen. Man vergisst dabei jedoch schnell, dass die Krankheiten, vor denen Impfungen schützen, alles andere als harmlose Kinderkrankheiten sind. Infektionskrankheiten wie Masern, Mumps oder Keuchhusten sind hochansteckend und haben schwere Folgen für die Gesundheit. Wie bei Medikamenten gelten auch bei Impfstoffen hohe Sicherheitsstandards. Impfstoffe erhalten erst dann eine Zulassung, wenn laut geltendem Arzneimittelrecht nachgewiesen ist, dass sie wirksam und verträglich sind. Die Wirksamkeit von Impfungen wird zum Beispiel bei der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) deutlich.

Wirksamkeit bewiesen!

Erkrankten 1961 noch fast 4700 Kinder an Kinderlähmung, waren es nach der Einführung der Impfung 1965 bereits weniger als 50 Kinder. Seit 1990 sind in Deutschland keine Erkrankungen mit dem Erreger mehr aufgetreten. Welche Impfungen im Kindesalter wichtig sind, ist in den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) aufgelistet. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die in der STIKO empfohlenen Impfungen. In der STIKO wird zum Beispiel seit 2006 auch eine einmalige Impfung für Kinder im zweiten Lebensjahr gegen Meningokokken empfohlen, da die Erkrankung aufgrund ihrer Schwere, der häufigen Komplikationen und der hohen Sterblichkeit ein besonders hohes Gesundheitsrisiko darstellt.

https://www.impfen-info.de/

Sicher Reisen

Impfungen sorgen nicht nur im Rahmen der Grundimmunisierung im Kindes- und Jugendalter für erheblichen Schutz gegen ansteckende Krankheiten, auch bei Reisen ins Ausland können Impfungen vor schwerwiegenden Erkrankungen schützen. Wer sicher Reisen möchte, sollte also nicht nur an eine Auslandskrankenversicherung denken, sondern sich auch rechtzeitig über empfohlene Impfungen informieren. Wer beispielsweise in die Türkei, nach Ägypten oder in den asiatischen Raum fliegt, sollte sich dringend rechtzeitig um eine Hepatitis-A Impfung kümmern. Denn Hepatitis-A Viren können eine schwere Leberentzündung verursachen. Da es Nahrungsmitteln und Trinkwasser nicht anzusehen ist, ob sie mit Hepatitis-A Viren infiziert sind, bietet nur eine Impfung den einzigen wirksamen Schutz. Anlässlich der europäischen Impfwoche informieren Reisemediziner am Lesertelefon über vorgeschriebene und empfohlene Impfungen und beantworten Ihre Fragen rund ums Thema Reiseimpfschutz.

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