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Hygiene gegen Erkältungen

Einer Erkältung durch richtige Hygiene vorbeugen

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – den einen oder anderen erwischt insbesondere in den nass-kalten Wintermonaten gerne einmal eine ordentliche Erkältung. Bis zu 2 – 3-mal pro Jahr trifft es einen Erwachsenen durchschnittlich, Kinder sogar 4 – 8-mal. Viele Menschen fragen sich: Was kann ich tun, damit ich von der lästigen Erkältung verschont bleibe? Eine Maßnahme lautet: Sauber bleiben. Hier erklären wir Dir, wie eine gute Hygiene hilft, einer Ansteckung vorzubeugen.

Erreger abspülen

Erkältungsviren können für längere Zeit auf der Haut oder auf der Oberfläche von Gegenständen haften bleiben. Sobald sie dann in Berührung mit einem Menschen kommen, haften sie sich an diesen an. Gelangen sie ins Gesicht, dringen sie in die Schleimhäute ein und lösen eine Erkrankung aus. Bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten werden über die Hände übertragen. Der beste Schutz vor den Erregern ist deshalb regelmäßiges Händewaschen.

Gründliches Händewaschen senkt nicht nur in der Erkältungszeit die Anzahl der Keime an den Händen auf bis zu ein Tausendstel. Damit verringert sich das Risiko, dass Erreger beispielsweise mit dem Essen in den Mund oder über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen oder an Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen weitergereicht werden.

Dass Händewaschen tatsächlich die Häufigkeit von Infektionskrankheiten senkt, wurde in vielen Studien untersucht und bestätigt. Auf Basis verschiedener Untersuchungen wird beispielsweise geschätzt, dass sich durch das gründliche Waschen der Hände mit Wasser und Seife das Risiko von Durchfallerkrankungen fast halbiert.

Hände regelmäßig waschen

Schon als Kleinkind wird uns beigebracht, wie wichtig Händewaschen ist. Insbesondere wenn wir in Dreck und Schlamm gespielt haben, war das anschließende Händewaschen ein Muss. Man sollte die Hände aber nicht nur waschen, wenn sie dreckig sind, sondern regelmäßig. Denn Viren und andere Krankheitserreger sind mit bloßem Auge nicht zu sehen.

In diesen Situationen solltest du deine Hände deshalb zwingend waschen, um unangenehmen Infektionskrankheiten vorzubeugen:

  • nachdem Du Zuhause oder bei der Arbeit angekommen bist
  • nach der Toilette
  • nachdem Du Müll oder Tiere angefasst hast
  • nach jedem Niesen, Husten oder Naseputzen
  • vor dem Essen
  • vor, während und nach dem Kochen (insbesondere, wenn Du Fleisch zubereitest)
  • vor und nach dem Kontakt mit Kranken
  • vor und nach der der Behandlung von Wunden

Hände gründlich und lange waschen

Beim Händewaschen werden die Erreger nicht abgetötet, sondern von den Händen abgespült. Daher spielt es keine Rolle, wie warm oder kalt das Wasser ist – es sollte angenehm sein. Wichtig ist aber, dass das Händewaschen lang genug, mindestens 20 Sekunden andauert und alle Händepartien – auch Fingerkuppen, Nagelbetten und Fingerzwischenräume – mit Seife ausführlich eingerieben werden. Denn dort finden sich in der Regel die höchsten Keimzahlen. Damit die Hände lange genug gewaschen werden, hier ein kleiner Tipp: 20 Sekunden entsprechen in etwa dem zweimaligen Summen des Happy-Birthday-Lieds.

Widme Dir nicht nur dem Händewaschen ausreichend Zeit, sondern auch dem Abtrocknen. In einer feuchten Umgebung können sich Mikroorganismen besser halten und vermehren. Daher sollten die Hände nach dem Waschen zügig trocken werden. Außerdem entfernt das Abtrocknen der Hände mit einem Handtuch durch Reibung zusätzlich die Keime, die noch an den Händen oder im Wasser an den Händen haften. Deshalb gehört das Abtrocknen der Hände als ein fester Bestandteil zum wirksamen Händewaschen dazu.

Keime meiden

Du solltest Keime jedoch nicht nur regelmäßig abspülen, sondern auch dafür sorgen, dass sie gar nicht an Dich herankommen. Hier hilft nur Abstand halten. Versuche erkälteten Personen möglichst nicht zu nahe zu kommen und den direkten Kontakt zu meiden. Besonders wichtig ist, nicht vom gleichen Geschirr oder aus gleichen Flaschen zu trinken oder zu essen. Gesunde Kinder sollten nicht das Spielzeug von erkälteten Kindern benutzen.

In den Wintermonaten hilft es zudem, draußen Handschuhe zu tragen. So bleiben nicht nur die Hände warm, sondern Erreger, die Du über Türklinken oder Haltegriffe aufnehmen könntest, gelangen nicht direkt an die Hände. Auch hier gilt: Nicht mit den Handschuhen ins Gesicht fassen und die Handschuhe regelmäßig waschen.

Andere schützen

Wenn es Dich doch erwischt hat, lautet die Devise  – neben schnell wieder gesund werden – nicht noch weitere Personen in Deinem Umfeld anstecken. Du solltest Dich deshalb darum bemühen, beim Husten oder Niesen möglichst keinen Speichel oder Nasensekret in der Umgebung zu verteilen. Das hört sich zunächst einfach an, ist es aber oft nicht. So wird es beispielsweise als höflich angesehen, wenn Du Dir beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund hältst. Aus gesundheitlicher Sicht ist dies aber keine sinnvolle Maßnahme: Denn dabei gelangen Krankheitserreger an die Hände und können anschließend über gemeinsam benutzte Gegenstände oder beim Hände schütteln an andere weitergereicht werden.

Um keine Krankheitserreger weiterzuverbreiten und andere vor Ansteckung zu schützen, solltest Du die Regeln der sogenannten Husten-Etiquette beachten, die auch beim Niesen gilt:

  • Halte beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehe Dich weg
  • Niese oder huste am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwende dies nur einmal und entsorge es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Wenn Du ein Stofftaschentuch benutzt, wasche es anschließend bei 60°C
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, halte Dir beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase und wende Dich zudem von anderen Personen ab

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