Keime auf Haushaltsgeräten?

Keime auf Haushaltsgeräten?

Bakterien umgeben uns immer und überall. Und machen auch vor normalen Alltagsgegenständen und Haushaltsgeräten nicht halt. In den meisten Fällen leben wir zwar gut mit ihnen. Aber es können sich auch Keime an Geräten befinden, die uns krank machen. Dann müssen wir vielleicht ein Antibiotikum einnehmen, wodurch die Gefahr der Entstehung von Resistenzen steigt. Hygiene im Alltag ist deshalb wichtig, um Deine und die Gesundheit Deiner Mitmenschen zu schützen und Resistenzen zu vermeiden.

So empfiehlt der TÜV Rheinland beispielsweise in Büros regelmäßig Tastaturen, Türklinken und Telefone zu reinigen. Denn auf einem durchschnittlichen Schreibtisch würden sich im Lauf der Zeit zahlreiche Bakterien sammeln, die die Gesundheit beeinträchtigen können. Die meisten Keime lauerten demnach auf Arbeitsmaterialien, Schreibtischflächen, der Computertastatur und auf dem Telefon sowie Türklinken.

Keime gelangen oft über ungewaschene Hände auf Geräte

HaushaltsgeräteDorthin gelangen die Keime meist über ungewaschene Hände. Das Problem: Weil Menschen im Schnitt etwa alle vier Minuten ihr Gesicht berühren, gelangen Krankheitserreger von den Geräten über die Hände auf die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase.

Zur Reinigung der Tastatur und Maus eignet sich ein mit einem üblichen Haushaltsreiniger getränktes Wischtuch. Auch Glasreiniger ist geeignet.

Ein weiterer Sammelplatz für Keime ist in vielen Büros die Küche. Hier sollten die Arbeitsflächen und der Kühlschrank deshalb regelmäßig gereinigt werden. Wenn Lebensmittel verdorben sind, sollten diese aussortiert werden.

Tipps, wie Du gefährliche Keime aus Deiner Küche fernhältst, findest Du hier.

Geräte auch zuhause regelmäßig reinigen

Alle diese Empfehlungen gelten jedoch nicht nur für den Arbeitsplatz, sondern sollten auch zuhause umgesetzt werden. Zwar treffen hier meist nicht so viele Menschen aufeinander wie in einem Großraumbüro, wodurch die Gefahr etwas geringer ist, Keime von Fremden aufzunehmen. Doch auch in Deinem Heim können sich krankmachende Keime ausbreiten.

Mobiltelefon ist Nährboden für viele Bakterienarten

Ein ausgesprochen guter Nährboden für das Wachstum von Mikroorganismen kann darüber hinaus Dein Mobiltelefon sein. In einem Test im Labor wurden auf Proben von Handys über 100 verschiedene Bakterienarten gefunden. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um harmlose Keime, die beim Menschen gewöhnlich im Mund, in den Atemwegen oder im Darm zu finden sind. Untersuchungen konnten auch möglicherweise krankmachende Keime, beispielsweise Staphylococcus aureus, der unter anderem eitrige Hautentzündungen oder sogar eine Lungenentzündung  auslösen kann.

Die Mikroorganismen werden ebenfalls zu einem großen Teil über die Hände auf das Mobiltelefon übertragen. Dort finden sie gute Bedingungen zu ihrer Vermehrung vor. Einerseits gibt der Akku ständig etwas Wärme ab, wodurch angenehme Umgebungstemperaturen herrschen. Zudem sind Schweiß und Fett, die sich in kleinsten Rillen und Kratzern ablagern ein guter Nährboden.

Aufgrund der Nähe des Mobiltelefons zum Gesicht beim Telefonieren gelangen Keime zudem beim Husten oder Niesen auf das Gerät. So konnten neben Bakterien auch Viren auf den Geräten nachgewiesen werden.

Mobiltelefon regelmäßig gründlich reinigen

Mobiltelefone sollten deshalb regelmäßig gründlich gereinigt werden. Bislang macht das nur jeder vierte Deutsche. Für die Reinigung der Smartphone-Oberfläche sind spezielle Hygienesprays gut geeignet, die im Fachhandel oder in der Drogerie erhältlich sind. Aber auch Mikrofasertücher, beispielsweise ein Brillenputztuch, können Fettverschmutzungen lösen.

Quellen: www.infektionsschutz.de, www.deutsche-apotheker-zeitung.dewww.aponet.de

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