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Geschlechtskrankheiten vorbeugen?

Geschlechtskrankheiten vorbeugen und erkennen?

Es ist ein Thema, über das kaum einer richtig gerne redet, aber es muss darüber gesprochen werden: Geschlechtskrankheiten.

Denn die weltweit verbreiteten Geschlechtskrankheiten Gonorrhö, Syphilis und Chlamydiose sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer schwerer zu bekämpfen. Die Bakterien, die die Krankheiten auslösen, weisen immer öfter Resistenzen gegenüber Antibiotika auf. Hauptsächlich, weil die Medikamente oft fehlerhaft oder zu häufig angewandt werden.

Die WHO warnt, dass dadurch auch die Möglichkeiten der Behandlung immer geringer werden. Die stärkste Resistenz haben die Erreger der Gonorrhö (Tripper) entwickelt. Jährlich infizieren sich weltweit 78 Millionen Menschen mit dieser Krankheit.

Deshalb solltest Du das Thema Geschlechtskrankheiten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn eine Infektion kann sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Schlimm, wenn dann nichts mehr hilft und aus dem Sex eine schmerzhafte Angelegenheit wird.

Es ist deshalb wichtig, dass Du weißt, woran man eine sexuell übertragene Erkrankung erkennt und vor allem, wie Du Dich davor schützen kannst. Denn indem Du Dich schützt, ersparst Du nicht nur Dir und Deinem Geschlechtspartner/Deiner Geschlechtspartnerin Unannehmlichkeiten, sondern hilfst, die Entwicklung von Resistenzen einzudämmen.

Hier stellen wir Dir einige verbreitete Geschlechtskrankheiten vor und erklären, wie Du Dich vor Ihnen schützen kannst:

Gonorrhö (Tripper)

Die Gonorrhö wird durch Bakterien hervorgerufen. Sie kommt weltweit sehr häufig vor. In Europa sind vor allem junge Menschen, insbesondere Männer, die (auch) mit Männern Sex haben, betroffen.

Mögliche Anzeichen und Folgen

Geschlechtskrankheiten - Gonorrhö?Die Gonorrhö löst bei Frauen oft nur leichte oder gar keine Beschwerden aus. Viele merken daher gar nicht, dass sie sich angesteckt haben, und geben die Infektion weiter, ohne es zu wissen. Dagegen haben Männer sehr häufig Beschwerden.

Wenn Du eines oder mehrere der folgenden Krankheitsanzeichen feststellst, solltest du dich untersuchen lassen:

  • Ungewöhnlicher Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po sowie Zwischenblutungen
  • Brennen oder Schmerzen beim Pinkeln
  • Juckreiz an Scheide, Penis oder Po
  • Schmerzen beim Vaginal- oder beim Analsex
  • Halsschmerzen nach Oralsex, ohne dass es sonstige Anzeichen für eine Erkältung gibt

Unbehandelt kann eine Gonorrhö-Infektion nicht nur Schmerzen beim Sex verursachen, sondern auch Deiner Gesundheit sehr schaden. Sie kann Entzündungen auslösen, die mit der Zeit sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu Unfruchtbarkeit führen. Außerdem steigt mit einer Gonorrhö das Risiko, sich bei ungeschütztem Sex mit HIV anzustecken.

Übertragung und Schutz

Die Gonorrhö wird durch den Kontakt mit infizierten Schleimhäuten sehr leicht weitergegeben. Übertragungswege sind daher vor allem: ungeschützter Vaginal-, Anal- und Oralsex sowie die gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug ohne Kondom.

Einen vollständigen Schutz vor einer Gonorrhö-Infektion gibt es nicht. Doch die Verwendung von Kondomen kann das Risiko einer Ansteckung stark senken.

  • Du solltest Kondome beim Vaginal- und beim Analsex verwenden – auch dann, wenn der Penis nur kurz in die Scheide oder den Po eindringt.
  • Wenn Du Sexspielzeug mit anderen teilst, sollte vor jeder Weitergabe ein neues Kondom benutzt werden.
  • Und auch beim Oralsex sollte der Kontakt mit infizierter Schleimhaut vermieden werden. Dazu kann man ebenfalls Kondome verwenden.

Lass Dich auch dann untersuchen, wenn Deine Beschwerden von selbst besser werden oder sogar ganz verschwinden. Denn die Erreger können immer noch in Deinem Körper sein.

Chlamydien

Die Chlamydien-Infektion gehört weltweit und auch in Deutschland zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie wird durch bestimmte Bakterien verursacht, die sogenannten Chlamydia trachomatis, die vor allem beim ungeschützten Sex über die Schleimhäute weitergegeben werden. Betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene – sowohl Frauen als auch Männer.

Mögliche Anzeichen und Folgen

Eine Infektion mit Chlamydien löst häufig keine oder nur sehr leichte Symptome aus. Viele Menschen merken daher gar nicht, dass sie sich angesteckt haben, und geben die Infektion weiter, ohne es zu wissen.

Wenn Du jedoch eines oder mehrere der folgenden Krankheitsanzeichen feststellst, solltest Du Dich untersuchen lassen:

  • ungewöhnlicher Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po sowie Zwischenblutungen
  • Brennen oder Schmerzen beim Pinkeln
  • Schmerzen beim Vaginal- oder Analsex
  • Juckreiz an Scheide, Penis oder Po

Meistens treten diese Symptome ein bis drei Wochen nach der Ansteckung auf. Lass Dich aber auch dann untersuchen, wenn Deine Beschwerden von selbst besser werden oder sogar ganz verschwinden. Denn die Chlamydien-Infektion kann immer noch in Deinem Körper sein und sich weiter ausbreiten.Beim Sex besser mit Kondom verhüten!

Unbehandelt kann eine Chlamydien-Infektion Entzündungen auslösen, die mit der Zeit bei Frauen und bei Männern zu Unfruchtbarkeit führen können, sodass man keine Kinder mehr auf natürlichem Wege bekommen kann. Bei einem kleinen Teil der Infektionen mit Chlamydien siedeln sich die Bakterien auch in Gelenken an und können dort Gelenkentzündungen verursachen. Außerdem steigt mit einer Chlamydien-Infektion das Risiko, sich mit HIV anzustecken.

Übertragung und Schutz

Da sich Chlamydien hauptsächlich auf den Schleimhäuten von Scheide, Penis oder Po befinden, kommt es häufig durch den Kontakt zwischen infizierter und nicht infizierter Schleimhaut zu einer Übertragung. Aber auch Schmierinfektionen sind möglich. Die Übertragungswege sind daher vor allem ungeschützter Vaginal-, Anal- und Oralsex sowie die gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug ohne Kondom.

  • Du solltest Kondome beim Vaginal- und beim Analsex verwenden – auch dann, wenn der Penis nur kurz in die Scheide oder den Po eindringt.
  • Wenn Du Sexspielzeug mit anderen teilst, sollte vor jeder Weitergabe ein neues Kondom benutzt werden.
  • Und auch beim Oralsex sollte der Kontakt mit infizierter Schleimhaut vermieden werden. Dazu kann man ebenfalls Kondome verwenden.

Syphilis

Syphilis, auch Lues genannt, ist weltweit verbreitet und wird durch Bakterien hervorgerufen. Das Erscheinungsbild der Krankheit ist sehr vielfältig. In Deutschland und Westeuropa sind von der Syphilis vor allem schwule Männer und andere Männer, die (auch) mit Männern Sex haben, betroffen. In anderen Teilen der Welt sind es eher heterosexuelle Frauen und Männer.

Mögliche Anzeichen und Folgen

Wenn eine Syphilis-Infektion nicht behandelt wird, verläuft sie in drei unterschiedlichen Stufen. Die ersten beiden Stufen nennt man Frühsyphilis, die letzte Stufe Spätsyphilis. Jede Stufe löst unterschiedliche Beschwerden aus, die manchmal insgesamt so schwach sind, dass man nichts davon bemerkt. Und auch zwischen den Stufen gibt es Phasen ohne Beschwerden, die mehrere Jahre andauern können. Deshalb solltest Du Dich untersuchen lassen, wenn Du eines oder mehrere der folgenden Krankheitsanzeichen feststellst.

Erste Stufe

In der ersten Stufe bildet sich rund um die Eintrittsstelle, also dort, wo die Bakterien in den Körper gelangt sind, ein schmerzloses, hartes Knötchen, das zu einem flachen Geschwür wird. Dieses nennt man Primäraffekt. Häufig tritt es am Penis, an den Hoden, an den Schamlippen, in der Scheide, im Anus oder im Mund auf.

Zweite Stufe

In der zweiten Stufe gibt es sehr verschiedene mögliche Anzeichen, die im Laufe der Zeit schwächer werden:

  • nicht juckender und zunächst nicht nässender Hautausschlag am Oberkörper, an den Handflächen und Fußsohlen; später treten nässende Hautausschläge auf, die nach einiger Zeit abheilen und dann erneut ausbrechen
  • Schwellung der Lymphknoten
  • Fieber
  • Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • stellenweiser Haarausfall
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Entzündungen unterschiedlicher Organe

Dritte Stufe

Kondome helfen gegen Geschlechtskrankheiten!In der dritten Stufe – meist drei bis fünf Jahre, nachdem man sich infiziert hat – haben sich die Erreger im ganzen Körper ausgebreitet. Typische Anzeichen sind nun gummiartig verhärtete Knoten, die im und am ganzen Körper auftreten können.

Lass Dich auch dann untersuchen, wenn Deine Beschwerden von selbst besser werden oder sogar ganz verschwinden. Denn die Syphilis kann immer noch in Deinem Körper sein.

Einen vollständigen Schutz vor einer Infektion mit Syphilis gibt es nicht. Doch die Verwendung von Kondomen kann das Risiko einer Ansteckung stark senken.

  • Du solltest Kondome beim Vaginal- und beim Analsex verwenden – auch dann, wenn der Penis nur kurz in die Scheide oder den Po eindringt.
  • Wenn du Sexspielzeug mit anderen teilst, sollte vor jeder Weitergabe ein neues Kondom benutzt werden.
  • Außerdem sollten Syphilis-Geschwüre und nässende Hautstellen nicht berührt werden. Wenn sie an Penis, Scheide, Po oder Mund zu finden sind, solltest du vorerst auf Oralsex verzichten.

Durch die Verwendung von Kondomen kannst Du Dich vor diesen bakteriellen Geschlechtskrankheiten schützen, aber auch vor viralen Infektionen wie z.B. Hepatitis und HIV. Und Du trägst damit auch bei, Antibiotika wirksam zu erhalten!

Mehr zum Thema Antibiotika und Verhütung findest du hier!

Quellen: www.aerzteblatt.de; www.liebesleben.de; www.bzga.de

 

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